AED IM GESPRÄCH mit ELISABETH RIEDER

Shownotes

Elisabeth Rieder wurde 1975 in Bad Ischl geboren und ist nach einem Verkehrsunfall im Jahr 1994 Rollstuhlfahrerin. Nach ihrer schulischen Ausbildung in Bad Ischl studierte sie Politikwissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck mit einem interdisziplinären Schwerpunkt auf rechtswissenschaftliche, wirtschaftliche und pädagogische Fächer. Sie verfasste ihre Diplomarbeit zur Thematik der politischen Auswirkungen des Strukturwandels in der Tiroler Bergbauernschaft und promovierte mit einer Dissertation zum Wahlverhalten der Tiroler Bergbauern bei Landwirtschaftskammer- und Landtagswahlen. Ihr Rigorosenzeugnis wurde mit "ausgezeichnet bestanden" bewertet.

Elisabeth Rieder absolvierte ein Kurzstudium an der University of New Orleans in den USA, wo sie sich mit amerikanischen politischen Institutionen und sozialen sowie wirtschaftlichen Problemen beschäftigte. Sie spricht verhandlungssicher Englisch und Französisch auf Wissenschaftsniveau und verfügt über moderate Gebärdensprachkenntnisse.

Ihre berufliche Laufbahn begann mit wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, unter anderem in Forschungsprojekten zur Entwicklung öffentlicher Dienstleistungen sowie zur Berglandwirtschaft. Sie war für die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol sowie die Pensionsversicherungsanstalt tätig. Ab 2006 engagierte sie sich in Forschung und Lehre an der Universität Innsbruck und übernahm leitende Aufgaben im Bereich der Behindertenpolitik, unter anderem als die erste Behindertenbeauftragte der Universität Innsbruck, sowie als Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Innsbruck. Sie war zudem Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck und ist seit 2012 zertifizierte Expertin für barrierefreies Planen und Bauen nach ÖNORM B1600.

Elisabeth Rieder initiierte und leitete zahlreiche Projekte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen, darunter die "Jobinitiative" an der Universität Innsbruck zur Förderung der Beschäftigung behinderter und chronisch kranker Menschen. Sie war Mitorganisatorin mehrerer internationaler Konferenzen zur Inklusion in der Hochschulbildung und erhielt für ihre Verdienste unter anderem den Medien-Anerkennungs- sowie den Diversitas-Preis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Von 2021 bis 2023 war sie Direktorin und Geschäftsführerin der SOB Tirol – Schule für Sozialbetreuungsberufe. Anschließend übernahm sie in der Tiroler Landesregierung den Aufbau einer Stabsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Seit März 2024 ist sie in der Bildungsdirektion für Tirol für die Leitung der Geschäftsstelle für Begabungs- und Begabtenförderung, Demokratiebildung und Wissenschaftskommunikation zuständig, welche sie ebenfalls aufgebaut hat. Im Mai 2024 wurde sie in die Österreichische Universitätskonferenz (UNIKO) als Jurymitglied berufen.

Neben ihren administrativen und wissenschaftlichen Tätigkeiten ist Elisabeth Rieder seit 2007 als Lehrende an der Universität Innsbruck tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Inklusive Pädagogik, Behindertenpolitik sowie barrierefreie Bildung und Gesellschaft. Sie hat zahlreiche Vorlesungen, Proseminare und interdisziplinäre Seminare geleitet und engagiert sich aktiv in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich.

Für ihr Engagement wurde ihr im September 2023 das Goldene Verdienstkreuz der Stadt Innsbruck verliehen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in Forschung, Lehre und Verwaltung setzt sie sich für eine inklusive Gesellschaft und die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen ein.

Das Lebensmotto und der Leitgedanke von Elisabeth Rieder sind Worte des griechischen Gelehrten Aristoteles „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ und ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Freunden und Familie, bei Theater- und Konzertbesuchen, bei klassischer Musik, beim Lesen von Biografien, Autobiographien und Reiseberichten, auf Kultur- und Wellnessreisen, bei diversen sportlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel beim Schwimmen, Rollstuhl-Wandern und Rollstuhl-Tanzen.

Über sich selbst sagt Elisabeth Rieder: „Neue innovative Wege zu gehen und etwas aufzubauen, sind meine Stärken im Berufsleben.“

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